Rhizophora mangle - Rote Mangrove

Steckbrief

Kategorie:                                                   Mangroven

Wissenschaftlich:                                      Rhizophora mangle

Umgangssprachlich:                                 Rote Mangrove

Englisch:                                                       Red mangrove

Population:                                                  Abnehmend (IUCN Red List of threatened Species Version 2017-1)

Nahrung:                                                      Fotosynthese

Temperatur:                                                Wasser ca. 20 - 27°C, Luft ca. 20 - 32°C, kurzzeitige Abweichungen werden toleriert
Luftfeuchtigkeit:                                        50% < (je mehr, desto besser)

Aquarium:                                                     A~ 1 Liter

Größe Natur:                                                Ca. 5 - 30 Meter

Größe Aquarium:                                        Vergleichbar mit Bonsais, zuschneidbar

Wuchsgeschwindigkeit:                            Sehr langsam

Schwierigkeitsgrad:                                   Leicht 


Inhaltsverzeichnis


1. Allgemeines zur Haltung

2. Auswirkungen von Dünger

3. Kultivierung im Meerwasseraquarium

4. Kultivierung im Süßwasseraquarium

5. Kultivierung im Paludarium / tropischen Terrarium

6. Kultivierung als Topfpflanze / Vasenpflanze

7. Kultivierung im Mangrovenbecken


1. Allgemeines



Rhizophora mangle – die Rote Mangrove ist eine Bereicherung in vielerlei Hinsichten.
So ist es kein Wunder, wie viele Leute es schätzen, diese schöne Pflanze pflegen zu können. Sie findet heutzutage zahlreich Einzug in Meerwasser- und Süßwasseraquarien, in Paludarien, tropische Terrarien und selbst in die Topfhaltung. In wärmeren Ländern ist eine teil- , oder je nach Temperatur und Sonneneinstrahlung, sogar eine ganzjährige Kultivierung im Freien möglich.

Rhizophora mangle ist wohl die gängigste und problemloseste Mangrovenart in der heimischen Haltung. Bei Beachtung der Haltungsfaktoren und dem Kauf von gesunden Samen, Setzlingen und Pflanzen, ist die Haltung problemlos. Je jünger die Rote Mangrove beim Kauf, desto besser passt sie sich den beim neuen Halter gegebenen Bedingungen an. Allerdings dauert es dementsprechend auch einiges länger, bis eine gewisse Größe erreicht wird oder Blätter ausgebildet werden.

Besonders in Aquarien wird die Rote Mangrove sehr geschätzt. Sie punktet nicht nur durch eine ästhetische, natürliche und tropische Erscheinung, sondern bietet einen wirklichen Mehrwert für die ökologische Stabilität des Aquariums. So sorgt sie durch Filtration für eine bessere Wasserqualität. Sie entzieht dem Wasser, sowie infolgedessen dem Substrat Phosphat und Nitrat. Hierbei darf allerdings das Verhältnis von Pflanzen zur Wassermenge nicht vernachlässigt werden. Eine einzelne Pflanze der Roten Mangrove auf 300 Liter Aquarienvolumen wäre lediglich ein Tropfen auf den besagten heißen Stein, wenn das Ziel eine Verbesserung der Phosphat- und Nitratwerte sein soll. Für langfristige Erfolge sollte hier zumindest eine Pflanze auf etwa 30 Liter verwendet werden.

Mangroven unterscheiden sich vor allem durch extreme Anpassungen an Umweltbedingungen und ihre außergewöhnliche Wuchsform von anderen Pflanzenarten. Sie ist stark anpassbar an Salzgehalt, Temperatur, Licht und Nährstoffe. Auch einige Tage ohne Wasser halten sie problemlos aus. So bildet auch die Rote Mangrove Stelzwurzeln aus, welche nach und nach beginnen vorerst aus den Samen in Richtung Boden zu wachsen. Entgegen einiger Aussagen in Foren, werden früher oder später auch in Süßwasser Stelzwurzeln ausgebildet. In der privaten Haltung kann es je nach Haltungsbedingungen durchaus 2 – 4 Jahre dauern, bis die ersten Stelzwurzeln ausgebildet werden. Diese können anfangs sogar noch im Substrat liegen und somit verdeckt bleiben. Mit der Zeit werden sich auch oberhalb des Substrates Stelzwurzeln ausbilden. Diese bilden in Aquarien, Paludarien und Terrarien außerdem einen neuen, natürlichen Lebensraum für Kleinstlebewesen, Wirbellose und Fische. Schildkröten bekommen Halt beim auftauchen an der Wasseroberfläche. Schaumnest bildende Fische erhalten Möglichkeiten für ihre Schaumnester.

Beim Einsetzen der Roten Mangrove reicht es, wenn sich zumindest ¼ des Stammes im Substrat befindet. Je nach Größe und Alter der Pflanze, sollte die Höhe des Substrates so gewählt werden, dass die Wurzeln genügend Platz zum treiben haben. Sinnvoll ist natürlich, von Anfang an die Höhe des Substrates großzügig zu wählen, um die Pflanzen erst spät oder gar nicht umsetzen zu müssen. Vor dem Einpflanzen von Setzlingen, Jung- und Altpflanzen, sollte festgestellt sein, ob die Mangroven vorher in Salz- oder Süßwasser kultiviert wurden. Wurden die Mangroven bisher in Salzwasser kultiviert, sie möchten die Pflanzen allerdings in Süßwasser einsetzen, empfiehlt sich eine Umgewöhnung der Pflanzen. Dazu würde man in diesem Beispiel die Pflanzen in ein Gefäß mit Salzwasser stellen. Über einen Zeitraum von 1-2 Tagen ersetzt man das Salzwasser Stück für Stück durch Süßwasser. Bei Samen der Roten Mangrove ist das Umgewöhnen allerdings nicht zwingend nötig.

Samen der Roten Mangrove bilden bereits in den ersten Stunden bis Tagen nach dem Einsetzen in Substrat Wurzelansätze aus. Dies ist in der Natur extrem wichtig, um den Stand der Samen zu sichern. Auch in der heimischen Haltung, insbesondere bei Meerwasseraquarien fällt auf, je mehr Strömung die Samen und Pflanzen trifft, desto schneller und umfangreicher findet die Wurzelbildung statt. Die Wurzeln der Roten Mangrove schädigen das Glas von Aquarien, Terrarien und Paludarien nicht. Bei Kultivierung in Glasnähe, wachsen die Wurzeln am Glas entlang. Entgegen einiger landläufiger Meinungen, führen kleinste Beschädigungen der Wurzeln nicht automatisch zum Absterben der Roten Mangrove. Viel mehr, spielen hier andere, nicht passende Haltungsfaktoren zusätzlich eine Rolle. Sehr grobe Beschädigungen der Wurzeln, insbesondere auch des Stammes, sollten allerdings vermieden werden. Diese können im schlimmsten Fall zum Absterben der Pflanze führen. Vorsicht ist auch bei einigen Verkäufern geboten, welche die Wurzeln entfernen, um Kosten beim Versand zu sparen.

Die Spitze bzw. der Trieb der Mangrove muss für eine langfristige Kultivierung zwingend aus dem Wasser ragen. Zwar überleben Samen selbst einige Wochen unter Wasser, die Pflanzen etliche Stunden, allerdings findet kein Wachstum statt. Bei zu längeren Zeiträumen, sterben die Mangroven ab. Bei neu eingesetzten Pflanzen, welche bereits Blätter tragen, kann der Stress sowie die Umgewöhnung ein Abwurf einiger Blätter verursachen. Auch eine Wachstumspause ist nach Stress möglich. Diese legt sich aber in wenigen Tagen bis Wochen wieder, wenn die Haltungsfaktoren stimmen. Je sorgfältiger man mit den Pflanzen umgeht, je besser die Haltungsfaktoren, desto weniger Stress wird verursacht. Wir empfehlen langfristig dringend ein zusätzliches beleuchten am Tage, falls die Mangroven nicht bereits passendes Licht durch Terrarien-, oder Aquarienbeleuchtung erhalten. Eine gute Möglichkeit bieten Lampen mit Schwanenhals. Diese sind flexibel anpassbar. Ein Weg das Wachstum und die Gesundheit zu verbessern, sind spezielle Pflanzenlampen. Diese führen ein Spektrum, welches unter anderem das Wachstum anregt. Mangroven vertragen im allgemeinen eine hohe Intensität an Licht, welche sich auch positiv beim Wachstum bemerkbar macht. Schafft man die Mangroven langfristig erfolgreich zu kultivieren, bilden sich nach 7 - 15 Jahren Blüten aus. Diese sind die Königsdisziplin der Mangrovenhaltung.

Die Pflanze wird die Blätter entgegen der stärksten oder nächsten Lichtquelle wachsen lassen. Sollte die Mangrove trotz ihres sehr langsamen Wachtums irgendwann zu groß werden, ist sie mithilfe eines scharfen Messers oder einer scharfen Gartenschere zu jeder Zeit zuschneidbar. Durch ein Zuschneiden kann sogar die Verästelung begünstigt oder erst hervorgerufen werden. Wer die Gesundheit und das Wachstum seiner Mangroven noch weiter steigern möchte, kann dies durch eine Erhöhung der lokalen Luftfeuchtigkeit tun. Dazu können Beregnungsanlagen, Nebelanlagen oder auch einfache Handzerstäuber eingesetzt werden.

Ein Versand der Pflanzen in wärmeren Monaten ist problemlos möglich. Der kurzzeitige Versand (1-3 Tage) ohne Wasser und Feuchtigkeit stellt für die Pflanzen ebenso kein Problem dar.
In den kühleren Wintermonaten, wenn die Temperaturen einstellig werden oder sogar Frost droht, ist ein Versand mittels Wärmekissen (HeatPacks) und Styroporbox dringend empfohlen. Alternativ kann statt zu einer Styroporbox auch zu den Jesz SeaBags gegriffen werden. Wird auf den Wärmetransport in dieser Zeit verzichtet, kann dies mit Schädigungen oder dem Tod der Pflanzen enden.


2. Auswirkungen von Dünger



Im folgenden Versuch wurden die Auswirkungen von Flüssig- und Substratdünger auf die Roten Mangroven getestet. Die Samen wurden gleichzeitig eingesetzt, erhielten gleich viel Licht, ein und dasselbe Substrat sowie die gleiche Temperatur (ca. 25°C). Selbstverständlich befanden sich die Samen in getrennten Behältnissen. Dauer des Versuches waren etwa 3 Monate. Der Substratdünger (Tonkugeln) enthielt Eisen, Spurenelemente und einen Stickstoff-Phosphor-Kalium-Kern. Durch den Ton werden die Inhaltsstoffe gleichmäßig und langsam abgegeben. Jeder Samen erhielt etwa 2-3 Tonkugeln. Der Flüssigdünger enthielt ebenfalls Eisen und Spurenelemente. Dieser wurde wöchentlich, nach der vorgegebenen Dosierung verwendet.

1. Mit Flüssigdünger
Keine Ausbildung von Wurzeln, alle Triebe sofort abgestorben.

2. Mit Flüssigdünger und Substratdünger
Wurzeln ausgebildet, extreme Ausbildung von Wurzelhaaren, Wurzeln werden schwarz und sterben ab.



3. Mit Substratdünger
Extrem lange Wurzeln ausgebildet, extreme Ausbildung von Wurzelhaaren, einzelne Wurzeln sterben ab (eventuell direkter Kontakt zu Düngekugeln?).



4. Ohne Dünger
Wurzeln ausgebildet, wenig Wurzelhaare, natürliche, gesunde Färbung.



Auf Grund der Ergebnisse dieses Versuchs, raten wir persönlich von der Verwendung von Düngern in Verbindung mit der Roten Mangrove ab.


3. Kultivierung im Meerwasseraquarium



Die Haltung im Meerwasseraquarium ist wohl die häufigste und selbstverständlich auch die natürlichste Art der Kultivierung. Bezüglich der Dichte kann wenig falsch gemacht werden. Die Rote Mangrove toleriert sowohl hohe Salzdichten, als auch Süßwasser. Allerdings wächst die Pflanze bei einer hohen Salzdichte eher buschförmig und langsamer als ohnehin schon. Wir empfehlen daher eine Salinität von etwa 32,0 – 34,0 psu (entspricht bei 25°C einer Dichte von 1,0210 - 1,0225 g/cm^3 ).

Standortmöglichkeiten:

3.1 Auf Riffgestein
Eine Möglichkeit besteht in der Kultivierung auf Riffgestein. Hier muss die Pflanze die Möglichkeit haben, wurzeln zu können. Eine flache, undurchlässige Riffplatte ist also völlig ungeeignet. Des Weiteren muss man sich Gedanken machen, wie die Pflanze fixiert werden könnte. Bei Samen kann es je nach Haltungsbedigungen auch 1-2 Jahre dauern, bis die Wurzeln fähig sind, die Pflanze zu tragen. Eine ideale Lösung sind Löcher und Spalten durch das Gestein, in welche der Samen gesteckt werden kann. Hier hat er die Möglichkeit nach unten Wurzeln auszutreiben und ist gleichzeitig optimal fixiert.

3.2 Im Bodengrund
Diese Variante entfällt bei den meisten Aquarien aufgrund der Höhe des Wasserpegels. Ansonsten muss hier ebenfalls auf eine ausreichende Höhe des Substrates geachtet werden. Eine ideale Möglichkeit stellt das Technikbecken dar. Hier ist der Pegel meist nicht so hoch.

3.3 In einer Mangrovenbox
Bei Mangrovenboxen handelt es sich um Einhängeboxen oder auch um Hang-On Boxen. Die Einhängeboxen werden mit Susbtrat (Sand, Korallenbruch) gefüllt und innerhalb des Aquariums montiert. Dazu können entsprechende Randhalterungen oder Magnete verwendet werden. Hang-On Boxen werden hingegen außerhalb des Aquariums mittels Randhalterung angebracht. Sie befördern Wasser mittels Pumpe oder Luftheber in die Box , welches anschließend wieder zurück ins Aquarium fließt. Hang-On-Boxen können teilweise aus dem Filterbereich zweckentfremdet werden. Einhängeboxen sind erwerbbar oder auch leicht selbst zu basteln.

3.4 Frei hängend
Eine frei hängende Kultivierung ist ebenfalls bedingt möglich. Dazu werden die Pflanzen mit Rasterplatten, Saugnapfhalterungen, Kabelbindern, Gummis, etc. befestigt. Die Wurzeln wachsen folglich frei im Wasser. Diese Art der Haltung empfehlen wir nicht dauerhaft. Die Pflanzen wachsen zwar, allerdings noch langsamer und mit erheblichem Kümmerwuchs. Kommen zusätzlich noch andere schlechte Haltungsbedingungen dazu, kann dies zum Tod der Pflanze führen.

Als Substrat eignet sich im Meerwasseraquarium sowohl Sand als auch Korallenbruch. Feine Körnungen bieten optimale Bedingungen für die Wurzeln der Roten Mangrove und empfinden den natürlichen Ursprung an den Küsten bestens nach. Auch ein Umsetzen der Pflanzen ist schonender, je kleiner die Körnung ist. Somit können Beschädigungen der Wurzeln verringert oder auch vermieden werden. Grobes Substrat kann allerdings den Vorteil haben, eine bessere Wasserzirkulation um die Wurzeln zu ermöglichen. So können Nährstoffe eventuell besser aufgenommen werden.


4. Kultivierung im Süßwasseraquarium



Auch in Süßwasser ist die Rote Mangrove kultivierbar. Bei Süßwasseraquarien muss allerdings Platz zum wachsen gewährleistet sein. Dies ist idealerweise bei offenen Aquarien der Fall. Alternativ reichen kleine Aussparungen in der Abdeckung, durch welche die Pflanzen treiben können. Als Substrat kann hier ebenfalls auf Sand, oder Aquarienkies zurückgegriffen werden. Allerdings sollte hier, wenn möglich, auf scharfkantiges Kies verzichtet werden. Auch hier gilt: feinere Körnungen bieten optimalere Bedingungen für die Wurzeln der Roten Mangrove und empfinden den natürlichen Ursprung an den Küsten besser nach. Auch ein Umsetzen der Pflanzen ist schonender, je kleiner die Körnung ist. Somit können Beschädigungen der Wurzeln verringert oder auch vermieden werden. Grobes Substrat kann allerdings den Vorteil haben, eine bessere Wasserzirkulation um die Wurzeln zu ermöglichen. So können Nährstoffe eventuell besser aufgenommen werden. Auf die Zugabe von Dünger sollte bei der Haltung von Mangroven verzichtet werden. Wenn überhaupt, sollte eine extreme geringe Dosis verwendet werden. Als Alternative kann problemlos CO2-Düngung (bei Süßwasseraquarien) eingesetzt werden.

Standortmöglichkeiten:

4.1 Auf Dekorationselementen
Eine Möglichkeit besteht in der Kultivierung auf Dekorationselementen. Hier muss die Pflanze die Möglichkeit haben, wurzeln zu können. Eine globige, undurchlässige Dekoration ist also nicht geeignet. Des Weiteren muss man sich Gedanken machen, wie die Pflanze fixiert werden könnte. Bei Samen kann es ja nach Haltungsbedigungen auch 1-2 Jahre dauern, bis die Wurzeln fähig sind, die Pflanze zu tragen. Eine ideale Lösung sind durchgehende Spalten und Löcher, in welche der Samen gesteckt werden kann. Hier hat er die Möglichkeit nach unten Wurzeln auszutreiben und ist gleichzeitig optimal fixiert.

4.2 Im Bodengrund
Diese Variante entfällt bei den meisten Aquarien aufgrund der Höhe des Wasserpegels. Ansonsten muss hier ebenfalls auf eine ausreichende Höhe des Substrates geachtet werden. Eine ideale Möglichkeit stellt das Technikbecken dar. Hier ist der Pegel meist nicht so hoch.

4.3 In einer Mangrovenbox
Bei Mangrovenboxen handelt es sich um Einhängeboxen oder auch um Hang-On Boxen. Die Einhängeboxen werden mit Susbtrat (Sand, Kies) gefüllt und innerhalb des Aquariums montiert. Dazu können entsprechende Randhalterungen oder Magnete verwendet werden. Hang-On Boxen werden hingegen außerhalb des Aquariums mittels Randhalterung angebracht. Sie befördern Wasser mittels Pumpe oder Luftheber in die Box , welches anschließend wieder zurück ins Aquarium fließt. Hang-On Boxen können teilweise auch aus dem Filterbereich zweckentfremdet werden. Einhängeboxen sind erwerbbar oder auch leicht selbst zu basteln.

4.4 Frei hängend
Eine frei hängende Kultivierung ist ebenfalls bedingt möglich. Dazu werden die Pflanzen mit Rasterplatten, Saugnapfhalterungen, Kabelbindern, Gummis, etc. befestigt. Die Wurzeln wachsen folglich frei im Wasser. Diese Art der Haltung empfehlen wir nicht dauerhaft. Die Pflanzen wachsen zwar, allerdings noch langsamer und mit erheblichem Kümmerwuchs. Kommen zusätzlich noch andere schlechte Haltungsbedingungen dazu, kann dies zum Tod der Pflanze führen.


5.Kultivierung im Paludarium / tropischen Terrarium



Paludarien und Terrarien bieten den Mangroven sehr gute Wachstumsbedingungen. Hohe Luftfeuchtigkeit, hohe Temperaturen und starke Beleuchtung. In Tropenterrarien erfreuen sich Tiere wie Spinnen, Pfeilgiftfrösche und Geckos an den Pflanzen. Kleinere Tiere beschädigen die Blätter der Mangrove nicht. Im Paludarium oder Terrarium darf die Mangrove auf keinen Fall in Erde gepflanzt werden. Dies führt unweigerlich zum Tod der Pflanze. Hier sollte Sand, Kies, Lehm, Seramis, etc. verwendet werden. Möglich sind hier auch Mischungen des Substrates. Auch hier gilt: feinere Körnungen bieten optimalere Bedingungen für die Wurzeln der Roten Mangrove und empfinden den natürlichen Ursprung an den Küsten besser nach. Auch ein Umsetzen der Pflanzen ist schonender, je kleiner die Körnung ist. Somit können Beschädigungen der Wurzeln verringert oder auch vermieden werden. Grobes Substrat kann allerdings den Vorteil haben, eine bessere Wasserzirkulation um die Wurzeln zu ermöglichen. So können Nährstoffe eventuell besser aufgenommen werden.

Durch Gitterkörbe, Mangrovenboxen (siehe Salzwasseraquarium), Tontöpfe, etc. können die Pflanzen gut integriert werden. Langfristig muss darauf geachtet werden, dass die Mangrove zumindest mit dem unteren Bereich im Wasser steht.


6. Kultivierung als Topfpflanze / Vasenpflanze



Auch als Zimmer- bzw. Topfpflanze darf auf keinen Fall zu Erde gegriffen werden. Die Pflanzen gehen unweigerlich ein. Stattdessen kann auf Sand, Kies, Lehm, Seramis, etc. zurückgegriffen werden. Auch hier gilt: feinere Körnungen bieten optimalere Bedingungen für die Wurzeln der Roten Mangrove und empfinden den natürlichen Ursprung an den Küsten am besten nach. Auch ein Umsetzen der Pflanzen ist schonender, je kleiner die Körnung ist. Somit können Beschädigungen der Wurzeln verringert oder auch vermieden werden. Grobes Substrat kann allerdings den Vorteil haben, eine bessere Wasserzirkulation um die Wurzeln zu ermöglichen. So können Nährstoffe eventuell besser aufgenommen werden.

Neben Töpfen können zur Haltung auch Vasen verwendet werden. Diese sind besonders schön anzusehen. Das Substrat wird einfach in das Behältnis gegeben. Anschließend das Wasser auffüllen und fertig. Das Wasser kann gerne so hoch sein, wie es die Vase / der Topf zulässt. Es ist lediglich wichtig, dass die Spitze der Mangrove aus dem Wasser ragen kann. Das Wasser muss erst nachgefüllt werden, sobald es verdunstet ist. Somit ist die Rote Mangrove sehr pflegeleicht. Falls einmal ein Umtopfen nötig sein sollte, sollte dies so sanft und schonend wie möglich geschehen. Dünger sollte keiner verwendet werden.

Möchte man seinen Mangroven etwas gutes tun, sind Heizmatten und Heizstrahler für Pflanzen eine ideale Möglichkeit.


7. Kultivierung im Mangrovenbecken



Eine interessante Abwechslung von Aquarien und Terrarien stellen Mangrovenbecken dar. Sie lassen die Herzen von Liebhabern sofort höher schlagen. Hier kann alles optimal auf die Bedürfnisse der Mangroven eingestellt werden: leistungsstarke Pflanzenlampen, Heizstab oder auch Heizstrahler, Sand, Kies, Lehm oder auch Mischungen des Substrates. Von Beregnungs- und Nebelanlagen, über Ebbe und Flut Simulationen ist einiges möglich.

Auf eine Wasserumwälzung durch Pumpen oder Luftheber sollte nicht verzichtet werden. Beim Wasserstand reichen einige Zentimeter bereits aus. Allerdings sind auch höhere Pegel möglich, solange der Trieb aus dem Wasser ragen kann. Zusätzlich können Mangrovenbecken auch mit Schlammspringern, Krabben,... besetzt werden. Hierbei sind allerdings auch die Haltungsbedingungen der Tiere zu beachten (eventuell sogar Filter notwendig).
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Die rote Mangrove gilt als "lebendgebärend". Die Blüten des Mutterbaumes sind Zwitter und werden windbestäubt. Der Mutterbaum entwickelt darauf stiftförmige Samen mit etwa 15-25cm Länge. Schon an der Mutterpflanze beginnen die meisten Samen zu keimen, bis sie vom Baum bei Ebbe abgeworfen werden. Nun können die Keimlinge entweder Wurzeln schlagen um während der Ebbe den eigenen Stand vor der Flut zu sichern oder (teilweise sogar wochenlang) im Gezeitenstrom verdriften, bis sie auf geeignetes Substrat treffen.



Eine weitere Möglichkeit stellt die vegetative Vermehrung dar. Hierbei wird ein junger Trieb mit einem scharfen Messer abgetrennt. Das unterste Blattpaar wird anschließend entfernt. Der Steckling kann nun in geeignetes Substrat eingesetzt werden und beginnt nach einigen Wochen mit der Wurzelbildung. Diese Variante ist allerdings sehr langwierig im Wachstum. Ein Vorteil besteht hingegen vor allem in der selbst auswählbaren Größe.

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Dominik Jesz 

Autor/-in

YourReef CEO   |   Rettungssanitäter   |   Leutkirch im Allgäu   |   YourReef.de 



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